Die Anfänge des Musikvereins

Vom Gründungsjahr 1887 ist nicht viel überliefert, jedoch ist die Vorstandschaft namentlich aufgelistet: So bestand der Vorstand aus den Herren: Apotheker Julius Walther, den Lehrern Weinmann und Luippold letzterer als Dirigent. Beisitzer waren Altkaufmann Weiß, Stadtschultheiß Bengel und Kaminfegermeister Fiedler.

 

Gründungsurkunde
Gründungsurkunde 1887

Laut Statuten beschränkte sich der Verein darauf, seinen Mitgliedern Musik und Unterhaltungsabende zu geben.
1889 zählte der Verein 39 Mitglieder. Die Musiker brauchten dem Verein nicht anzugehören, sie wurden je nach Leistung entlohnt.

Die Gagen damals lagen bei 12,-- 6,-- und 4,-- Mark im Jahr.

 

Im Jahr 1894 erschütterte die erste Krise den Verein, so dass der Dirigent die Probenarbeit einstellen musste. Im März 1897 ist auch der Versuch gescheitert, 10 Mann unter der Leitung von Dirigent Luippold zu vereinen. Das Vereinsleben fiel in einen „Winterschlaf“.

 

Zeitgleich formierte sich jedoch eine Musikkapelle unter der Leitung des Schuhmachers und Musikers Adam Frank. Diese war sehr aktiv und fungierte gleichzeitig als Feuerwehrkapelle.


 

Nach dem ersten Weltkrieg:

 Musikerausweis um 1927

Am 17.Oktober 1920 wurde in der „neuen Schule“ die Vereinsarbeit mit einer Wiedergründung wieder aufgenommen.

Da die Blasinstrumente noch im Besitz des ehemaligen Vereins waren, konnte der neue Verein vorerst nur mit einem 10- bis 12- köpfigen Streichorchester auftreten.

Da es damals auch schon namensrechtliche Streitereien gab, wurde der Nachfolgeverein "Musikvereinigung" genannt, da der Name "Musikverein" von Herrn Luippold nicht freigegeben wurde. Erst 1926 wurde die Musikvereinigung als rechtlicher Nachfolger anerkannt und das Vereinsvermögen und die Instrumente wurden übergeben.


Verbandsausweis um 1927